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Am 19. Juli 2010 wurde in der Stadt Klaksvik auf den dänischen Färöer-Inseln eine Schule von 236 Grindwalen rücksichtslos niedergemetzelt. Sea Shepherd war in der Lage dieses Abschlachten zu dokumentieren, da sich ein verdeckter Ermittler unter die Bewohner gemischt hatte um Bilder vom so genannten „Grind“ zu machen. „Der Grind“ ist eine grausame Methode des Walfanges, bei dem die Walschulen zum Stranden in Buchten gejagt werden, nachdem ihnen dann bei lebendigem Leib das Rückenmark mit Messen aufgeschlitzt wird.
Sea Shepherds verdeckter Ermittler Peter Hammarstedt, auch Erster Offizier des Sea Shepherd Schiffes Bob Barker, lebte undercover eine Woche lang mit den Bewohnern der Färöer-Inseln zusammen, als er Ankündigungen über einen „Grind“ in Klaksvik im Radio hörte. Er fuhr sofort an den Ort des Geschehens. Stark in Unterzahl und praktisch nicht in der Lage den „Grind“ aufzuhalten, dokumentierte Hammarstedt das Blutvergießen sofort nach seiner Ankunft.
„Grindwale schwimmen in Schulen zu 200-300 Familienmitgliedern. 236 Grindwale wurden letzte Nacht in Klaksvik abgeschlachtet. Bullen, Schwangere, stillende Mütter, Jungtiere und ungeborene Babys die immer noch über die Nabelschnur mit ihren Müttern verbunden waren. „Eine komplette Schule, die eben noch frei im Nordatlantik schwamm, wurde in einem einzigen Blutbad hingerichtet“, sagte Hammarstedt.
Um Die Regierung der Färöer-Inseln gibt an, dass der Tod dieser Wale schnell und schmerzlos erfolgt, aber die grausamen Bilder, die aktuell veröffentlicht wurden zeigen das Gegenteil.
„Ein Wal hatte fünf bis sechs Einschläge in ihrem Kopf“, berichtete Hammarstedt. „Die Bewohner benutzten sie praktisch wie ein Hackbrett. Ihr Tod muss langsam und extrem schmerzvoll gewesen sein. Einige Wale wurden bis zu fünf Minuten immer wieder traktiert, bis sie schließlich starben.“
Es ist mehr als offensichtlich, dass der „Grind“ nur ein wahlloses und rücksichtsloses Töten ist.
„Babys wurden aus den toten Leibern ihrer Mütter geschnitten um auf dem Steg zu verrotten“, sagte Hammarstedt, der eine Anzahl von toten Säuglingen und Föten fotografierte. „Grindwalschulen leben streng matriarchalisch, Ich mag mir nicht ausmalen, welche Panik und Ängste diese Mütter durchlebt haben müssen, als ihre gesamte Familie vor ihren Augen ausgelöscht worden ist.“
Der „Grind“ auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln ist vergleichbar mit dem jährlichen Delfinschlachten in der Bucht von Taiji in Japan, das von dem oskarpreisgekrönten Film „Die Bucht“ aufgezeigt wurde. Der hauptsächliche Unterschied ist, das es mindestens achtzehn verschiedene Buchten auf den Färöer-Inseln gibt, an denen der „Grind“ stattfinden könnte und es somit enorm schwierig ist vorauszusagen, wo diese Schlachtungen stattfinden werden um rechtzeitig dort hin zu gelangen, Zueinschreiten zu können und somit dieses sinnlose Töten zu verhindern.
Grindwale werden unter dem Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tierwelt als „streng geschützt“ eingestuft. Indem Dänemark dieses Abschlachten auf den Färöer-Inseln weiterhin zulässt, verstößt es gegen seine Verpflichtung als Unterzeichner dieses Abkommens.
gang zu dem „Grind“ zu bekommen, gab sich Hammarstedt als schwedischer Medienstudent aus. Obwohl einige beträchtliche Anstrengungen unternommen worden sind um seine wahre Identität zu verbergen, wurde er letztendlich von einigen Jägern aufgrund seiner Bekanntheit durch die Animal Planet TV Dokumentation Whale Wars entdeckt. Offenbar ist selbst den Bewohnern der Färöer-Inseln Sea Shepherds Einschreiten gegen den illegalen Walfang in der Antarktis nicht verborgen geblieben.
Als die Walmörder begannen Hammarstedt in einigem Abstand zu Fuß zu verfolgen, entwischte er ihnen schnell zu seinem Wagen und verließ die Szenerie, um schnell die Bilder und weiteres Material hoch zuladen und somit außer Landes zu bringen. Nachdem seine Identität aufgeflogen war, wurde er sofort mit Drohnachrichten überschüttet und das Hauptquartier von Sea Shepherd wies ihn an, sofort das Land zu verlassen.
Trotz erhöhter Sicherheitskontrollen und Befragung durch die Polizei am Flughafen, bestätigte Hammarstedt, dass er die Färöer-Inseln verlassen hat.
Sea Shepherd geht seit 1985 aktiv gegen den „Grind“ auf den Färöer-Inseln vor und bleibt somit einer der führenden Verteidiger der Wale.
Sea Shepherd kündigt ihre Mittelmeerkampagne gegen den Fang von Blauflossenthunfisch an
Willkommen auf der offiziellen Webseite von Sea Shepherd Deutschland! Wir freuen uns darauf, 2010 auch in Deutschland einen Sea Shepherd Verein zu gründen, um die Menschen über die Meere und ihre Bewohner zu informieren und darüber, was Sea Shepherd tut um die fortschreitende Zerstörung des Ökosystems der Ozeane zu verhindern.
Unsere Webseite befindet sich momentan noch im Aufbau, aber schon bald werden alle Informationen über Sea Shepherd, so wie alle Neuigkeiten hier auf Deutsch lesbar sein. Ebenso werden wir Sie über die Fortschritte der Gründung, und wie Sie mitwirken können, auf dem Laufenden halten.
Sea Shepherd kündigt ihre Mittelmeerkampagne gegen den Fang von Blauflossenthunfisch an
Freitag, 22.Januar 2010
(www.seashepherd.org/news-and-media/news-100122-1.html)
Die Sea Shepherd Conservation Society wird nicht lange zur Ruhe kommen, wenn die japanische Walfangsaison zusammen mit der Kampagne Waltzing Mathilda endet.
Beide Sea Shepherd Schiffe, die Steve Irwin und die Bob Barker, werden sich vom Südpolarmeer zum Mittelmeer aufmachen. Das Hauptziel ist die Wilderer des Blauflossenthunfisch zu verfolgen und sich ihren illegalen Fangaktivitäten entgegenzustellen.
„Wir müssen die internationale Öffentlichkeit auf das Problem hinweisen, das eine der einzigartigsten Fischarten der Welt, der Blauflossenthunfisch, kurz vor der Ausrottung steht. Schuld daran sind die illegalen Fischereien, die von Japans stetiger Nachfrage nach diesem teuren Fisch angetrieben werden“, sagte Captain Watson, Gründer und Präsident von Sea Shepherd.
Vor zwei Wochen wurde ein einziger Blauflossenthunfisch an Japan für 111.000 Britische Pfund verkauft.
Bei einem so hohen Kopfgeld, sind die Tage der Existenz dieser Fischart gezählt. Je seltener der Fisch vorkommt, desto höher steigt sein Verkaufspreis. Das ist die Wirtschaft und die Politik der Ausrottung.
Die Thunfischindustrie im Mittelmeerraum, die von mehreren zehn Millionen Euros an Beihilfen unterstützt wird, hat den Blauflossenthunfisch an den Rand des Aussterbens gebracht. Innerhalb von drei Jahren wird die Population komplett zusammenbrechen.
Momentan verhindern Korruption und der steigende Marktwert des Blauflossenthunfisches jede Bemühungen, die zu dem Erhalt seines Bestandes nötig wären.
Die Konvention über internationalen Handel mit bedrohten Arten (CITES) trifft sich im März, um über ein Verbot des Handels mit Blauflossenthunfisch zu beraten. Allerdings hat die Europäische Union schon im Vorfeld den Blauflossenthunfisch vom Agenda gestrichen um die Fischer von Frankreich, Malta, Italien und Griechenland nicht zu verärgern.
Präsident Nicolas Sarkozy versuchte, den Fang von Blauflossenthunfisch zu verbieten, wurde aber von den eigenen Fischern davon abgehalten. Er versucht nun den Export von Blauflossenthunfisch nach Japan zu unterbinden, was sehr helfen würde, doch die französischen Fischer drohen damit die Häfen zu blockieren, wenn man ihren Forderungen nicht nachkommt.
Dies ist ein wichtiges Jahr im Kampf um den Erhalt des Blauflossenthunfisches.
Die Sea Shepherd Conservation Society wird die Wilderer konfrontieren und wird auch nicht vor Drohungen und Gewalt seitens der Fischer zurückweichen. Unsere Kampagnen im Südpolarmeer gegen die japanischen Walmörder haben uns in den letzen sechs Jahren genug Erfahrung und Entschlossenheit gebracht um es mit den Gewalttätigkeiten von Wilderen weltweit aufzunehmen.
„Es mag sein das wir ein Schiff verlieren, aber der Verlust eines Schiffes ist nichts gegen den Verlust der Blauflossenthunfisch Spezies“, sagte Captain Watson.
“Schiffe sind ersetzbar, Fischarten nicht.“
 Photo Credit : Gary Stokes / OceanicLove.com
 Photo Credit : Kim McCoy / Sea Shepherd Conservation Society
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